Nils Glagau zieht sich ebenfalls zurück: "Ich glaube, dass Rost nicht das Thema für die Zukunft ist, es passt nicht mehr bei Autos." Judith Williams und Carsten Maschmyer beißen auch nicht an: "Ich habe das Gefühl, Ihr Produkt ist selbst verrostet, Sie kommen nicht aus dem Quark, deswegen bin ich raus."
Ralf Dümmel ist jedoch ganz anderer Ansicht: "Ich glaube, Sie haben was ganz Großes entwickelt, das gehört in alle Haushalte. Ich würde was Großes draus machen, aber da steckt viel Arbeit drin." Der Kaufhauskönig möchte 100.000 Euro für 30 Prozent und die Erfinder schlagen ein.
Produkt zu leicht kopierbarPatrick Kessel und Maja Bach arbeiten seit drei Jahren an ihrer Idee. "Pakama" heißt das Baby und verbindet Sport mit der virtuellen Welt. 150.000 Euro wollen die beiden Gründer für 15 Prozent. "Pakama" ist ein Rucksack, in dem sich zehn Sportgeräte für optimales Training verstecken, vom Faszienball über die Yogamatte bis zum Springseil. Für ein perfektes Training kann sich der Kunde über eine Fitness-App, die alle Übungen erklärt, noch ein eigenes Programm erstellen.
Bach führt den Löwen ein vierminütiges "Quick and Dirty"-Workout vor. Carsten Maschmeyer darf mittrainieren. Frank Thelen ist Rucksackfetischist, besitzt über 100 Rucksäcke. Er probiert "Pakama" aus, findet ihn gut. 199 Euro soll die Erfindung kosten, dazu gibt es die App einen Monat lang kostenlos, danach muss man zahlen.
Nils Glagau ist vom Gesamtpaket nicht überzeugt und steigt aus, Carsten Maschmeyer folgt: "Es gibt so viele Apps und Sie haben in ihrer Tasche nichts, was es nicht schon gibt, sie können wenig patentieren, daher bin ich raus." Auch Ralf Dümmel findet das Produkt zu leicht kopierbar. Judith Williams will ebenso nicht investieren. "Ich liebe Sport, alle Geräte habe ich zuhause, wenn ich mal im Hotel bin, helfe ich mir mit Apps. Mir reicht die, die ich habe."
Bleibt noch Frank Thelen: "Es ist für mich eine schwierige Entscheidung, ich mache gerne Sport, aber am Ende des Tages bin ich nicht für funktionale Trainingssachen. Ich würde es selbst nicht machen, daher steige ich aus." Ohne einen Deal in die Tasche stecken zu können, ziehen die beide Gründer enttäuscht wieder ab.
Ein Fall für Beauty-Spezialistin WilliamsMax Winkler und sein Vater Andreas haben "Mimik Skincare" erfunden. Über eine Website kann man seine eigene persönliche Gesichtspflege entwickeln: Creme aussuchen, gewünschte Booster und Duft dazumischen. Nach zwei Tagen kommt alles getrennt verpackt nach Hause und kann dort zusammengemixt werden. 125.000 Euro hätten sie gerne, 25,1 Prozent ihrer Anteile würden sie abgeben. Seit drei Monaten betreiben die Gründer einen Onlineshop und wünschen sich einen Löwen, der sie in den Einzelhandel bringt. Ein Fall für Beauty-Spezialistin Judith Williams. Sie darf mitmischen, ist mit dem Ergebnis zufrieden.
Carsten Maschmeyer steigt gleich aus: "Ich creme mich nicht gern ein. Habe geweint und geschrien, wenn mich meine Mutter früher eincremen wollte, ich kann nicht helfen." Dagmar Wöhrl möchte lieber persönliche Beratung, Ralf Dümmel findet, dass es im Handel bereits zu viel Konkurrenz gibt. Frank Thelen sieht unterdessen ein Problem darin, dass der Produzent 30 Prozent der Firmenanteile hält. "Ihr habt vom Start ab Fehler gemacht. Es ist richtig katastrophal, was ihr macht, das ärgert mich, daher bin ich raus."
Judith Williams aber noch nicht, ganz im Gegenteil: "Jetzt sind alle raus und wir können uns über Kosmetik unterhalten. Ich liebe individualisierte Kosmetik." Allerdings ist auch der Spezialistin die Firmenkonstellation ein Dorn im Auge. "Können Sie eine neue Firma gründen?", will sie von den Gründern wissen. Die Gründer sagen Ja, Judith Williams auch. Aber mit Bauchschmerzen: "Es ist nicht vernünftig, was ich mache, aber ich habe ein kosmetisches Herz und mache ein Angebot." Sie bietet 125.000 Euro für 30 Prozent. Die Gründer schlagen ein. Judith Williams freut sich, aber: "Ich muss jetzt erstmal Haare tönen, ich habe bei dem Deal graue Haare bekommen."