Aktuelle Zahlen: Die Cloud ist auf dem Vormarsch

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Aktuelle Zahlen: Die Cloud ist auf dem Vormarsch

Stars (2 / 1) 10.03.2021 00:33 / Julia Symbolbild Jirsak/Shutterstock.com


Auch im privaten Sektor nutzen immer mehr Menschen Cloud-Dienste. Im November 2019 ging etwa Google Stadia an den Start - ein Service, bei dem man ganz ohne Download Videospiele auf Smartphone, Tablet, PC, Laptop und am Fernseher spielen kann. Einer Prognose des Online-Portals Statista zufolge werden 2020 weltweit erstmals mehr Daten in der Cloud gespeichert werden als auf klassischen lokalen Datenträgern. 2025 sollen dann voraussichtlich bereits 64 Prozent aller Daten in der Cloud lagern. Länder wie die Niederlande haben Deutschland dabei aber noch einiges voraus, wie eine Studie des Internetdienstleisters Strato zeigt, laut der derzeit 51 Prozent der Deutschen die Cloud nutzen, während es in den Niederlanden 59 Prozent sind.

Demnach haben die Niederländer deutlich weniger Probleme damit, Gesundheits-, Finanz- und sicherheitsrelevante Daten in der Cloud zu speichern - seien es nun Arztbefunde, Verträge oder sonstige wichtige Dokumente und Daten. Während nur 19 Prozent der befragten Deutschen Finanzdaten in der Cloud hinterlegen, sind es bei den Niederländern ganze 48 Prozent. Und auch bei den Gesundheitsdaten sind die Deutschen (29 Prozent) deutlich vorsichtiger als die Niederländer (46 Prozent).

Woher rührt die Skepsis?

Doch welche Gründe führen Nichtnutzer vor allem an? 88 Prozent deutscher Verweigerer geben an, dass sie physische Speichermedien bevorzugen. Im Gegensatz dazu sind es bei den Niederländern 72 Prozent. In Deutschland haben zudem 85 Prozent Angst vor möglichen Zugriffen eines Hackers oder eines Geheimdienstes, während es in den Niederlanden nur 65 Prozent sind.

Außerdem befürchten 68 Prozent der Deutschen, dass Mitarbeiter des Cloud-Anbieters auf die gespeicherten Daten zugreifen könnten. Bei den Niederländern sind es 62 Prozent. Dr. Martin Schirmbacher, Fachanwalt für IT-Recht, klärt allerdings im Gespräch mit Strato auf: "Wie für alle Unternehmen gelten für Cloud-Anbieter strenge Datenschutzvorgaben. [...] Auch für das Image eines jeden Unternehmens ist es mittlerweile essenziell, dass die dort verarbeiteten Daten sicher sind. [...] Es wäre ein grober Datenschutzverstoß, wenn ein Cloud-Anbieter dulden würde, dass Mitarbeiter gespeicherte Urlaubsfotos anschauen oder E-Mails lesen könnten."

Doch auch die Bedenken werden den Siegeszug der Cloud nicht aufhalten. Nötig sind natürlich wie immer bei digitalen Innovationen gesetzliche Rahmenbedingungen und technische Sicherheitslösungen. Doch die Cloud mit ihren Vorzügen gegenüber der lokalen Datenspeicherung sind kaum noch aus der immer mobiler werdenden Gesellschaft wegzudenken.