Ex-"Bachelor" Andrej Mangold: War Sebastian auf Selbstvermarktung aus?

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Ex-"Bachelor" Andrej Mangold: War Sebastian auf Selbstvermarktung aus?

Stars (2 / 1) 05.03.2021 00:33 / Julia Symbolbild TVNOW


Mit welchen Reaktionen mussten Sie nach der Show umgehen?

Mangold: Mit überwiegend positiven. Ein paar negative Kommentare gingen allerdings unter die Gürtellinie, da habe ich mich schon gefragt, wie fremde Menschen es sich herausnehmen können, mich zu beleidigen. Da brauchst du ein dickes Fell, durch meine Sportvergangenheit kannte ich die Medien zum Glück schon. Ich bin mit der Einstellung in die Show gegangen, dass ich mir nichts vornehme. Ich wollte mir nichts kaputtmachen, indem ich mir einen genauen Plan zurechtlege, wie ich mich präsentieren möchte. Entweder die Leute akzeptieren mich so wie ich bin und es kommt gut an oder eben nicht. So bin ich für mich am besten gefahren und es gab das perfekte Ergebnis in Jennifer.

Ihre "Bachelor"-Beziehung ist bis dato die einzige, die bis heute hält. Was ist Ihr Schlüssel zu einer dauerhaften Beziehung?

Mangold: Jennifer und ich können uns in jedem Fall vorstellen, warum es bei vielen nicht geklappt hat. Du lernst dich in einer Traumwelt kennen, es ist wie eine Art Urlaubsflirt. Du hast kein Telefon, keine Ablenkung und erlebst alles intensiver als zu Hause. Danach bist du in einer leeren Phase, wo du dich drei Monate verstecken musst. Du lernst den Partner zwar besser kennen, aber du kannst nichts Alltägliches machen. Wenn die Show vorbei bist, wirst du auf einmal ganz Deutschland präsentiert und mit Fragen bombardiert, da steckt ein enormer Druck dahinter. Das wollen sich viele nicht antun.

Wie haben Sie die Kurve gekriegt?

Mangold: Wir haben uns viel gesehen, wir haben jede Folge zusammen geschaut, das war uns sehr wichtig. Wir haben es ja auch zum ersten Mal gesehen, wir wussten nicht, was geschnitten und was weggelassen wurde. Ich habe ihr zwar offen und ehrlich gesagt, was passiert ist, aber wenn man das mit Bildern sieht, ist es nochmal härter. Wir haben das dann für uns aufgearbeitet und reflektiert. Danach haben wir uns immer mehr aneinander gewöhnt, kennengelernt und verliebt. Seit etwa drei Monaten sind wir aber in einer zweiten Phase, in der wir uns noch einmal intensiver kennenlernen. Im ersten Jahr waren wir viel unterwegs, waren auf so vielen Events und Jobs, sodass erst jetzt Zeit bleibt, die kleinen Dinge, die wichtig sind, zu erfahren.

Sie arbeiten viel zusammen. Ist da die Gefahr nicht hoch, dass man sich auf die Nerven geht?

Mangold: Natürlich gibt es ab und an Diskussionen und Streitereien, wir sind emotional und impulsiv, da fließen auch mal Tränen, aber es fliegen zum Glück nicht die Fetzen. Wir nehmen uns bewusst Zeit für uns selbst und den eigenen Freundeskreis und sitzen nicht 24/7 aufeinander. Bei Jobs machen wir auch eine klare Trennung: Wir planen, welche Projekte zu uns beiden oder nur zu einem von uns passen.

Gerade weil Sie mit Jennifer das einzige glückliche "Bachelor"-Paar sind: Wie sieht es mit Hochzeitsplänen aus?

Mangold: Es ist noch nichts Konkretes geplant. Ich liebe diese Frau, natürlich kann ich mir vorstellen, sie zu heiraten und eine Familie zu gründen. Aber ich würde ihr nach einem Jahr noch keinen Antrag machen, für mich wäre das ein Schnellschuss, auch wenn das Gefühl sagt, dass es richtig wäre. Ich bin da klassisch: Wenn es so weit ist, soll es für die Ewigkeit sein. Wir lassen uns vom Druck von außen nicht beeinflussen. Dieses Jahr wollen wir die Arbeit etwas zurückschrauben und viel reisen.