In der Videoansprache warf Selenskyj Russland vor, die Pause bei den Luftangriffen lediglich zu nutzen, um weitere Angriffe vorzubereiten. Anschließend verspottete der ukrainische Präsident die russische Führung mit der Aussage: “Obwohl es offensichtlich ist, dass wir auch ohne Strom wissen wohin wir schießen müssen, scheint Russland seine Taktik fortzusetzen, einen landesweiten Blackout in der Ukraine zu erreichen.“ Diese Strategie bezeichnete der ukrainische Präsident als letzte Hoffnung der Terroristen. Der ukrainische Militärgeheimdienst hat berechnet, dass die russische Armee noch etwa über 360 Marschflugkörper verfügen dürfte, was vermutlich für rund 5 Angriffswellen ausreichend wird. Schon seit Wochen attackiert Russland gezielt die energetische Infrastruktur der Ukraine und setzt dafür Raketen und aus dem Iran gelieferte Kamikaze-Drohnen ein. Damit werden ständige Ausfälle der Wasser- und Stromversorgung im Land erreicht. Ziel der russischen Armee ist es offenbar, den Druck auf die ukrainische Zivilbevölkerung zu erhöhen.