Doch offenbar vertreten auch westlichen Geheimdienste die Auffassung, das die Russen bei der Invasion bisher hohe Verluste erlitten haben. Sowohl die Ukraine als auch Russland halten sich bedeckt über die Anzahl der Opfer unter den eigenen Soldaten. Deutlich lieber wird da über Geländegewinne und zerstörte Militärtechnik der Gegenseite berichtet. "Die meisten Armeen auf der Welt besitzen nicht das, was die russischen Truppen während der Invasion verloren haben“, erklärte Selenskyj in seiner Ansprache stolz. "Russische Soldaten ergeben sich nicht nur einzeln, sondern in Gruppen. Ganze Gruppen versuchen, von der Ukraine aus, nach Hause, nach Russland zu gelangen“, unterstellt Selenskyj den feindlichen Truppen eine geringe Kampfmoral. "Das ist ein vaterländischer Krieg. Das ist ein Volkskrieg. Das ist unser Krieg. Das ist der Krieg für unsere Unabhängigkeit“, machte Selenskyj seinen eigenen Truppen Mut, damit diese auch weiterhin die Ukraine gegen die russischen Invasoren verteidigen.