Vor wenigen Tagen hatte die russische Regierung eine Liste erstellt, in denen "unfreundlichen“ oder "feindlich gesinnte" Ländern genannt wurden. Dazu gehören fast alle EU-Staaten, die USA, Kanada, Albanien, Andorra, Australien, Großbritannien, die Britischen Jungferninseln, Gibraltar, Island, Liechtenstein, Mikronesien, Monaco, Neuseeland, Norwegen, San Marino, Südkorea, Nordmazedonien, Singapur, Taiwan, die Ukraine, Montenegro, Japan und die Schweiz. Die ausländischen Besitzer von in Russland angesiedelten Firmen sollen eine Frist von fünf Tagen bekommen, um ihre Produktion wieder aufzunehmen. Im gegenteiligen Fall sollen die Unternehmen von einem Gericht für den Zeitraum von 3 Monaten eine vorläufige Verwaltung erhalten.
Nach Ablauf der 3 Monate werden die Firmen dann aufgelöst oder ihre Anteile versteigert. Dabei muss sich der neue Besitzer dann verpflichten mindestens zwei Drittel der Belegschaft zu übernehmen. Anschließend muss der Betrieb des Unternehmens mindestens 1 Jahr unter diesen Konditionen fortgeführt werden. Offenbar werden Oligarchen mit guten Beziehungen zum Kreml auf diese Weise für ihre Loyalität entlohnt werden. Man darf also gespannt sein, welche Unternehmen es zuerst treffen wird.