Nun warnt ein deutsche Geologe von der von dem Vulkan ausgehenden Gefahr. "Vulkaneruptionen gehören zu den wenigen Naturereignissen, die nicht nur lokale oder regionale Auswirkungen haben können, sondern auch globale“, bestätigt der Geologe Birger-Gottfried Lühr. "Die Menschheit hat nur Glück gehabt in den vergangenen 200 Jahren“, fährt Lühr fort. Zwar könnte das Wasser den Ausbruch des Vulkans abmildern, doch auch Bilder wie vom Ausbruch des Hunga-Tonga-Hung Ha‘ apai im Südpazifik seien möglich. Dies bedeutete, dass der italienische Unterwasservulkan ebenfalls einen Tsunami auslösen könnte. "Ich weiß von Unterwassereruptionen bei den Azoren, bei denen große Lavabrocken dicht unter der Wasseroberfläche schwimmen und für Schiffe sehr gefährlich sein können“, informiert Lühr. Bei einem Ausbruch würden sich möglicherweise giftige Gase bilden, die dann massenhaft für tote Fische sorgen könnten. Den Marsili schätzt Lühr für potenziell gefährlich ein, doch ein Ausbruch scheint zur Zeit eher unwahrscheinlich. Denn seine letzte nennenswerte Aktivität liegt zwischen 3.000 bis 5.000 Jahre zurück. Bleibt zu hoffen, dass dies so bleibt und der Marsili sich nicht zu einem potenziellen Gefahrenherd verwandelt.